Man sagt, dass in der Mode- und Wirtschaftsschule Michelbeuern früher schlimme Schüler zur Strafe in den Keller mussten. Bis heute weiß niemand über ihren Verbleib Bescheid. Okay, die Geschichte ist erstunken und erlogen, eine glatte 5.  Aber ganz ehrlich: der Schulkeller sieht mindestens so gespenstisch aus, wie sich die Story anhört. Das mögen wir.

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Was das Schulgebäude an Besonderheiten zu bieten hat, entdecken wir in den verborgenen Gemäuern. Von wunderschönen, alten Glasmalereien in Türen und Fenstern über „ur coole“ Schulschränke bis hin zu – sagen wir – kreativen Verzierungen.

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Weil wir freilich nicht nur zum Spaß hier sind, sondern einen Bildungsauftrag zu erfüllen haben, widmen wir uns einer speziellen Premiere. Zum 1. Mal ging am 12. Oktober die „Lange Nacht der Kunst, Kultur und Kulinarik“ über die Bühne, mittendrin der WILHELM EXNER Saal, ein Jugendstilsaal, der in seiner jetzigen Form 1910 fertiggestellt wurde.

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Kunst, Kultur, Kulinarik also. Dass Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 19 Jahren an der „HLMW9“ auch einen Wirtschaftszweig belegen können, wissen wenige. Aber was bitteschön lernt man da? Nun, hier die Aufklärung im Schnelldurchlauf.

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Wer nur spanisch versteht, ist hier goldrichtig. Sprachassistentin Barbara PEREZ FERNANDEZ aus Spanien unterrichtet die Klasse gemeinsam mit einer Lehrerin abwechselnd. Fremdsprachen sind an der Schule ein Muss.
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Auch Kulturveranstaltungen zu organisieren gehört zur Ausbildung. Die etwa 250 Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftszweiges lernen Events wie Bälle, Politik-Talks oder eben eine „1. Lange Nacht“ auszurichten.

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Nach 5 Jahren schließen die Jugendlichen die Schule mit Matura ab und haben zusätzlich den Lehrberuf Gastronomiefachfrau/-fachmann in der Tasche, denn auch Service ist „part of the game“. So gesehen ist Wirtschaft gar nicht mal so übel, oder?

Während sich das Gelände langsam mit „Lange Nacht“ Besuchern füllt, treffen wir auf einen außergewöhnlich symphatischen Johannes TÖGLHOFER, seines Zeichens Schuldirektor und sehr verbunden mit seinen Schülern – das spürt man gleich. Sie respektieren ihn. Er respektiert sie.

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Übrigens, am 25. und 26. November finden in der Michelbeuerngasse 12 die TAGE DER OFFENEN TÜR statt, an denen Interessierte ein Gespür für die Schule bekommen können. Rot anstreichen im Kalender und am besten hingehen! In so eine schöne Schule mit so einem coolen Direktor wären wir auch gerne gegangen. Sehr gut. Danke. Setzen!

Reportage & Video sind im Auftrag der Hlmw9 entstanden. the MAGA/SCENE – behind the invisible scenes

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